Unzureichende Bildung: Folgekosten durch Kriminalität

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung

Wie hängen schulische Bildung und Verbrechen zusammen? Wie hoch sind die damit verbundenen Folgekosten der Kriminalität? In einer Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung kommen Prof. Dr. Horst Entorf und Philip Sieger von der Universität Frankfurt/M zu dem Ergebnis, dass bessere Bildung zu deutlich weniger Verbrechen führt.

Die Studie belegt, dass der Hauptschulabschluss ein elementarer Faktor für berufliche Integration ist. Ohne diesen finden viele keinen Ausbildungsplatz, gelangen nach der Schulzeit in Maßnahmen des Übergangssystems und sind über ihre berufliche Lebenszeit hinweg einem hohen Arbeitslosigkeitsrisiko ausgesetzt beziehungsweise müssen dauerhaft mit einem verhältnismäßig niedrigen Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Durch die Halbierung des Anteils der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss würde, der Studie zufolge, die Zahl der Gewalt- und Eigentumsdelikte um etwa die Hälfte sinken. In Zahlen würde dies bedeuten, dass es in einem Jahr „416 Fälle von Mord und Totschlag, 13.415 Fälle von Raub und Erpressung sowie 320.000 Diebstähle“ weniger geben würde.

Ausgehend von diesen Zahlen beschäftigt sich die Studie mit den Folgekosten unzureichender Bildung. Im Ergebnis kommt sie zu der Schätzung, dass „1,42 Milliarden Euro an Folgekosten aufgrund kriminellen Verhaltens - konservativ geschätzt – in nur einem Jahr eingespart werden“ könnten.

 

Die Studien können Sie hier lesen.