NIA im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund

Die Unterstützung kommt an

Bei der Auftaktveranstaltung "ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Dialog" kommen über 100 Projekte zum Dialog in Berlin zusammen. Die Zielgruppen werden bei der Projektarbeit erreicht. Das Projekt NIA ist präsent und verfolgt die Dialoge vor Ort, die sich auch kritisch mit dem Thema „Nachhaltigkeit der Projektarbeit“ auseinandersetzen.

Am 12. Mai fand in Berlin die Veranstaltung "ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Dialog" statt. Bei dieser Veranstaltung waren alle geförderten Projekte eingeladen und konnten miteinander in Austausch treten. Bundesministerin Andrea Nahles informierte sich über die laufenden Projekte und trat in Austausch mit den Projekten und den Projektteilnehmenden. Der Auftakt ist gelungen. Ministerin Nahles zog aus dem Dialog mit den Teilnehmenden den Schluss, deren Rückmeldungen seien „der beste Beweis dafür, dass der Europäische Sozialfonds bei den Menschen auch wirklich ankommt. Hier werden Lebensgeschichten zum Guten gewendet“.

Seit Mitte 2015 werden mit der ESF-Integrationsrichtlinie 128 Projekte in Deutschland aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit einem Volumen von insgesamt 220 Mio. € gefördert. NIA ist eines dieser Projekte, die sich alle an benachteiligte junge Menschen richten, die aufgrund von Problemen, wie Langzeitarbeitslosigkeit oder einer defizitären schulischen bzw. beruflichen Bildung den Zugang zu Ausbildung und Arbeit nicht erreichen. In drei Handlungsschwerpunkten der Förderperiode werden bis 2019 insgesamt 80.000 Menschen unterstützt.

Die drei Handlungsschwerpunkte richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. NIA ist im Handlungsschwerpunkt IsA angesiedelt:

  • Integration statt Ausgrenzung (IsA) für die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene von 18 bis 35 Jahren (55 Projekte),
  • Integration durch Austausch (IdA) mit Schwerpunkt transnationale Mobilität für die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene von 18 bis 35 Jahren (32 Projekte),
  • Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF) für die Zielgruppe Asylbewerber/ innen, Geduldete und Flüchtlinge mit einem zumindest nachrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt (41 Projekte).

Die Veranstaltung war geprägt vom Dialog der teilnehmenden Projekte in verschiedenen Formaten. Dabei fand insbesondere ein Austausch zur praktischen Projektumsetzung statt. In der gemeinsamen Auseinandersetzung wurde die Vielfalt der Projekte in den Handlungsschwerpunkten deutlich. Kritisch wurde das Thema „Nachhaltigkeit“ angesprochen. Hierbei stellt sich vor allem die Frage danach, wie aus sozialen Projekten eine Verstetigung von Instrumenten entstehen kann, damit auch über den Projektzeitraum hinaus die Zielgruppe unterstützt werden kann.

Noch stehen die geförderten Projekte am Anfang ihrer Arbeit. Eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Zielerreichung und dem Thema Nachhaltigkeit kann dem Erfolg der Arbeit mit Sicherheit nur zuträglich sein.